Schweinegrippe: Offizielle Stellen nicht in der Suche präsent

Von Redaktion | 07.Mai 2009 | Kategorie: SEM | Schlagwörter: SEM, Krisenmanagement, Krise, PR, Öffentlichkeitsarbeit

Hamburg, 07. Mai 2009 – Pro Stunde gaben in Deutschland in der letzten Woche mehr als 5.000 Informationssuchende das Wort "Schweinegrippe" bei Google ein, doch statt relevante Informationen von offiziellen Stellen wie dem renommierten Robert-Koch-Institut oder der WHO auf der ersten Seite zu finden, sind hier vornehmlich kommerzielle Anbieter von Schutzkleidung und die Medien vertreten.

Auch das Bundesgesundheitsministerium ist erst seit heute in den Suchergebnissen präsent, obwohl das Hoch der Suchanfragen Ende April lag. Das hat die Performance-Marketing-Agentur eprofessional in einer aktuellen Analyse ermittelt. Dabei haben das Bundesgesundheitsministerium, die WHO, die EU, das Auswärtige Amt und auch das Robert-Koch-Institut alle relevanten Informationen zur Schweinegrippe direkt auf ihrer Homepage verfügbar. Doch durch die fehlende Sichtbarkeit bei Google sind diese nur zugänglich, wenn der Nutzer die Adresse der Website kennt.

Wie stark das Informationsbedürfnis ist, spiegeln die Suchvolumina zu Begriffen rund um das Wort "Schweinegrippe" wider: Diese beliefen sich in den letzten sechs Tagen auf mehr als 700.000 Suchanfragen. "Wenn eine WWW-Adresse nicht bekannt ist, starten fast 85 Prozent der Informationssuchenden ihre Recherche mit einer Suchmaschine. Die Buchung von ein paar relevanten Keywords zum Thema hätten gereicht, um Informationssuchende in dieser Krisensituation mit einem Sponsored Link auf die vorbereiteten Informationen der offiziellen Stellen und Kompetenzträger hinzuweisen", kritisiert Martin Hubert, Geschäftsführer der eprofessional GmbH.

Im Gegensatz zu den Institutionen sind kommerzielle Anbieter und Medien zum "Angst-Thema" Schweinegrippe sehr gut in Google präsent. Ebenfalls den Suchtrend erkannt und für sich genutzt haben zwei Anbieter von Schutzbekleidung, Online-Apotheken sowie Medizin-Portale. Sie haben Sponsored Links gebucht und sich damit an die Spitze der Google-Treffer gesetzt.

"Schweinegrippe ist zwar ein Negativ-Thema, das Beispiel zeigt aber, dass aktuelle Themen schnell ein erhöhtes Suchvolumen in Google nach sich ziehen. Wer diese Trends systematisch beobachtet, kann sich mit der Buchung von Sponsored Links innerhalb von ein paar Stunden an die Spitze von Google bieten. Die Klickpreise für diese Spezial-Keywords sind in der ersten Zeit meist günstig. Unternehmen und Institutionen können auf diese Weise mit geringem Budget eine Themenführerschaft übernehmen", erklärt Hubert.